Cora Kaindl

Markenverletzung im Internet: Markenmäßige Benutzung einer fremden Marke durch Verwendung als Metatag

Fall: Der Betreiber einer Internetseite benutzt die geschäftsmäßige Bezeichnung eines Dritten als sogenannten Metatag. Problem: Hierin kann eine kennzeichnende Benutzung vorliegen, sofern auch die weiteren Voraussetzungen des § 15 MarkenG gegeben sind. Der Inhaber der geschäftsmäßigen Bezeichnung kann dann die Unterlassung der Verwendung verlangen. 1. Metatag Unter Metatags sind die …

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D&O-Police: Deckungslücke für persönliche Haftung des Geschäftsführers nach § 64 GmbHG (Anm. zu OLG Düsseldorf von 20.07.2018 – I – 4 U 93/16)

Geschäftsführer einer GmbH sind der Gesellschaft zum Ersatz von Zahlungen verpflichtet , die von der Gesellschaft nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder nach Feststellung ihrer Überschuldung geleistet werden. Dies gilt lediglich nicht für solche Zahlungen, die auch nach diesem Zeitpunkt mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes vereinbar sind. Dieser vorgenannte Haftungsanspruch …

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Fiktiven Mängelbeseitigungskosten wird Laufpass erteilt (Anm. zu BGH v. 22.2.2018 – VII ZR 46/17)

Ein Bauwerk oder eine andere Werkleistung ist nach Fertigstellung mit Mängeln behaftet. Können Sie als Besteller die Mängelbeseitigungskosten verlangen, obwohl sie eine solche nicht durchführen lassen? Man spricht in diesem Fall von der Geltendmachung fiktiver Mängelbeseitigungskosten. Der BGH hat in einem Grundurteil der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen in Höhe der fiktiven Mängelbeseitigungskosten eine …

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Dr. Günter Kaindl: Steuerrechtliche Behandlung von Schutzrechten

Allein eine Geschäftsidee oder eine neuartige Erfindung sind heutzutage nicht ausreichend, um auf Dauer am globalisierten Wirtschaftsmarkt bestehen zu können. Zu groß ist die Wahrscheinlichkeit und Gefahr, dass aufgrund der sogenannten Nachahmungsfreiheit ein Mitbewerber die eigene Geschäftsidee oder technische Erfindung nachahmt. Um sich daher gegen die Konkurrenz abzusichern, ist es erforderlich, dass Geschäftsidee, Markenname, Design usw. durch entsprechende Schutzrechte vor Nachahmern geschützt werden.

Neues Gesetz zur Reform zur Sachverhaltsaufklärung in der Zwangsvollstreckung

Am 01.01.2013 tritt das neue Gesetz zur Reform der Sachverhaltsaufklärung in der Zwangsvollstreckung in Kraft. Hierdurch wird der Gerichtsvollzieher mit weiteren Aufgaben betraut, die im Gegenzug aber auch höhere Kosten auslösen. Der Gläubiger bzw. dessen Vertreter kann auf Grund des neuen Gesetzes aber gezielter als bisher durch entsprechende Auftragserteilung die Maßnahmen des Gerichtsvollziehers steuern und damit im Ergebnis gezielter vollstrecken.
Auf entsprechenden Antrag des Gläubigers ist es nunmehr bereits grundsätzlich nach Vorliegen eines Vollstreckungsbescheides, Endurteils oder sonstigen Vollstreckungstitels möglich, sogleich einen Antrag auf Erteilung einer Auskunft über das Vermögen des Schuldners zu stellen (§ 802 c ZPO n. F.). Es bedarf daher nicht mehr einer vorherigen fruchtlosen Zwangsvollstreckung wie bisher. Im Einzelfall kann aber eine vorausgeschaltete Sachpfändung dennoch sinnvoll sein, z. B. wenn man Anhaltspunkte dafür hat, daß bei dem Schuldner pfändbare Gegenstände vorhanden sind, deren Wert die Forderung und die Kosten abdeckt.
Auf entsprechenden Antrag des Gläubigers kann der Gerichtsvollzieher auch lediglich beauftragt werden, mit dem Schuldner Ratenzahlungen zu vereinbaren. Im Vorfeld muß aber durch den Gläubiger bzw. dessen Vertreter beachtet werden, daß gegebenenfalls bei einer wirtschaftlichen Krise des Schuldners und einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Insolvenzverwalter die Ratenzahlungen anfechten und zurückfordern kann.
Im Rahmen der Beitreibung von Forderungen ist also auf Grund des neuen Gesetzes individuell zu entscheiden, wie konkret bestmöglich und kostensparend seitens des Gläubigers vorgegangen werden soll.

Rechtswirkungen der Arglist-Anfechtung – Änderung der Rechtsprechung des OLG Nürnberg

Das Oberlandesgericht Nürnberg hat mit Hinweis vom 02.05.2006 seine ursprüngliche Rechtsprechung hinsichtlich der rechtlichen Folgen einer arglistigen Täuschung geändert. In Abweichung zu der gesetzlichen Rechtsfolge der Anfechtung hatte das OLG Nürnberg ursprünglich noch zuletzt mit Urteil vom 26.10.2000 die Auffassung vertreten, daß in bestimmten Ausnahmefällen die Rückwirkung der Anfechtung unterbleibt. Derartige Ausnahmefälle lägen dann vor, wenn evident oder unstreitig ist, daß zwischen dem arglistig verschwiegenen Umstand und dem Eintritt des Versicherungsfalles kein ursächlicher Zusammenhang besteht (OLG Nürnberg VersR 2001, 1368). Mit Urteil vom 01.06.2005 hat der BGH ausdrücklich entschieden, daß eine Anfechtung des Versicherungsvertrages nach § 22 VVG i. V. m. § 123 BGB stets zu einer Nichtigkeit des Versicherungsvertrages von Anfang an (ex tunc) führen muß (§ 142 BGB), d. h. eine entsprechende Anwendung des § 21 VVG im Falle der Anfechtung gemäß § 22 VVG i.V.m. § 123 BGB kommt gerade nicht in Betracht. (BGH VersR 2005, 1065) Aufgrund dieser vorgenannten Rechtsprechung des BGH wird die bisherige Rechtsprechung des OLG Nürnberg zu dieser Rechtsfrage nicht mehr aufrecht erhalten, so daß Folge einer wirksamen Anfechtung daher stets die Nichtigkeit des Vertrages von Anfang an ist (OLG Nürnberg VersR 2006, 1627).

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